Wir bauen auf nachhaltige Wertschöpfung durch starke Corporate Governance. Mit einer klaren ESG-Strategie, dem Fokus auf Dekarbonisierung und Diversität sowie einem nachhaltigen Beteiligungsmanagement gestalten wir gemeinsam mit unseren Unternehmen die Transformation aktiv mit.
Seit 2020 setzen wir mit einer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie gezielt ESG-Themen um. Corporate Governance hat dabei für uns eine übergeordnete Bedeutung. Denn: Corporate Governance ist für uns der wirkungsvollste Hebel, um Nachhaltigkeit in unseren Beteiligungsunternehmen und darüber hinaus aktiv zu gestalten. Nur mit zeitgemäßen und effizienten Corporate-Governance-Standards sichern wir das Vertrauen in den Beteiligungsunternehmen – ein entscheidender Faktor für langfristige Wertschöpfung und erfolgreiche Beteiligungssteuerung.
Um das ESG-spezifische Beteiligungsmanagement weiter zu forcieren, verfolgen wir folgende Vorhaben:
Langfristig orientierte Wertsteigerung des Portfolios unter Berücksichtigung von ökologischen, sozialen und Governance-Aspekten.
Forcierung der Dekarbonisierung und Unterstützung der Energiewende im Einklang mit nationalen und internationalen Klimazielen.
Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen und Förderung von Diversität und Chancengleichheit.
Als Teil der OECD-Arbeitsgruppe tragen wir zur Entwicklung internationaler ESG-Richtlinien bei und fördern damit nachhaltiges Handeln.
Wir forcieren höchste Corporate-Governance-Standards zur Stärkung des Vertrauens in den Kapitalmarkt. Denn nur eine unabhängige, nachvollziehbare und professionelle Corporate Governance fördert den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen, wirkt als Schutzschild gegen unerwünschte Einflussnahme und Machtmissbrauch und zieht die besten internationalen Köpfe für die Unternehmen an.
Eine starke Corporate Governance nach internationalen Standards ist sowohl für uns als auch für unsere Portfolio-Unternehmen eine strategische Priorität. Die Nominierung von Aufsichtsrät:innen in die Kontrollgremien der Portfoliounternehmen ist hierbei zentral. Hier kommen klare Prinzipien zur Anwendung:
Transparente, unabhängige und professionelle Bestellung von Aufsichtsrät:innen und Auswahl der Kandidat:innen nach höchsten internationalen Qualifikationsstandards.
Umsetzung des Staggered-Board-Prinzips, um Kontinuität und Handlungsfähigkeit der Gremien sicherzustellen.
Beschränkung der Gesamtlaufzeit von Aufsichtsratsmandaten.
Beschränkung der Anzahl von Mandaten.
Stärkung der Unabhängigkeit in den wichtigsten Ausschüssen des Aufsichtsrats wie etwa dem Nominierungsausschuss.
Deutsche Version
Warum unabhängige Corporate Governance für öffentliche Investoren entscheidend ist, erläutern Expert:innen in kurzen Videobeiträgen von der OECD x ÖBAG Corporate Governance Conference am 30. Jänner 2025 in Wien.
Wir verfolgen einen umfassenden ESG-Ansatz und setzen gemeinsam mit unseren Portfoliounternehmen konkrete Maßnahmen um. Unsere Schwerpunkte:
Für uns ist die Plausibilität und Messbarkeit von Veränderungen entscheidend. Mit unserem eigens entwickelten ESG-KPI-Monitoring-System können wir die ambitionierten Nachhaltigkeitsstrategien und die Zielerreichung in den Beteiligungsunternehmen kontinuierlich bewerten und im Branchenkontext mit internationalen Peers vergleichen. Insgesamt tracken wir rund 30 KPIs und werten diese jährlich aus. Die Auswahl wird laufend nach internationalen Standards überprüft, weiterentwickelt und an unsere strategische Relevanz angepasst.
Die Verankerung von ESG-Zielen in der Vorstandsvergütung ist ein zentrales Thema und soll weiter gestärkt werden. In allen börsenotierten Beteiligungen sowie in den großen nicht-börsenotierten Unternehmen sind ESG-Kennzahlen ein fester Bestandteil der variablen Vergütung. Je nach Unternehmen umfassen diese Kennzahlen Bereiche wie CO₂-Reduktion, Diversität oder Arbeitssicherheit und orientieren sich an relevanten Marktstandards.
Mit unserem portfolioübergreifenden CO₂-Tracking leisten wir im Rahmen des Beteiligungsmanagements einen wichtigen Beitrag zur Nachvollziehbarkeit der Dekarbonisierungsanstrengungen der jeweiligen Unternehmen. Damit können Fortschritte gemessen und Handlungsfelder abgeleitet werden. Die weitere Reduktion von CO₂-Emissionen über das gesamte Portfolio der Beteiligungsholding ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur Erreichung der nationalen und europäischen Klimaziele. Wir erwarten, dass unsere Portfoliounternehmen den Übergang zu einer dekarbonisierten Wirtschaft aktiv gestalten. Im Rahmen des portfolioübergreifenden ESG-Monitorings beurteilen wir neben den CO₂-Emissionen auch weitere Umweltfaktoren wie Abfall und Recycling sowie Energie- und Wasserverbrauch.
ESG-Ansatz und alle Analysen finden Sie zum Durchblättern im aktuellen Geschäftsbericht.
Unsere Portfoliounternehmen beschäftigen mehr als 77.000 Mitarbeiter:innen, einen Großteil davon in Österreich. Die Unternehmen sind sich ihrer zentralen Bedeutung als Arbeitgeber bewusst und untermauern dies mit verschiedenen Initiativen und Maßnahmen. Zu den Schwerpunktthemen zählen unter anderem Weiterbildungsmaßnahmen, Diversität, Gender Balance und Arbeitssicherheit.
Gleichzeitig zählt die Absicherung von Arbeitsplätzen in den Beteiligungsunternehmen zu unseren zentralen Aufgabenstellungen im Rahmen der Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Als verlässlicher Share- und Stakeholder setzen wir uns aktiv für die Erhaltung und den Ausbau der Wertschöpfung in Österreich ein und sind ein stabiler Partner für die Unternehmen. Unser Patient-Capital-Ansatz erlaubt es, in Generationen zu denken und zu handeln und so Arbeitsplätze in Österreich zu sichern.
Uns ist es besonders wichtig, den Frauenanteil in Führungspositionen weiter zu erhöhen. Ein äußerst wichtiger Hebel dafür ist die Erhöhung des Anteils von Expertinnen in den Aufsichtsräten der Beteiligungsunternehmen. Seit 2020 ist der Frauenanteil in den von uns nominierten Aufsichtsräten von 44 % auf 53 % im Jahr 2024 gestiegen. Darüber hinaus sind drei der fünf Vorsitzenden der börsenotierten Beteiligungsunternehmen Frauen.
Neben der Nominierung von Aufsichtsrät:innen setzen wir uns als ÖBAG aktiv für eine Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen innerhalb unserer Beteiligungsunternehmen ein. Wir verfolgen dieses Ziel unter anderem durch entsprechende Vorgaben in der Managementvergütung sowie durch gezielte Dialogformate und Sensibilisierungsmaßnahmen mit relevanten Stakeholdern. Diese Maßnahmen zeigen Wirkung: In vier von sieben Unternehmen liegt der Frauenanteil unter den Führungskräften inzwischen bei bzw. über 30 %. Auf Vorstandsebene konnte der Frauenanteil in den Portfoliounternehmen von 7 % (2023) auf 21 % (2024) erhöht werden, was einen signifikanten Fortschritt darstellt.
Details zur Zusammensetzung der Aufsichtsräte und zum Frauenanteil in Führungspositionen finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht.